Konfigurationsdateien

  • In Konfigurationsdateien werden sämtliche Daten gespeichert, die OMSI weiterverwenden kann, beispielsweise Konstanten für Skripte oder Informationen zu verwendeten Meshs.

    1. Allgemeines

    Konfigurationsdateien im Sinne von OMSI sind reine Textdateien, die das Zusammenspiel aus Modell (3D-Dateien, oft auch Mesh genannt), Texturen und Skripts definieren. Sie können schon mit handelsüblichen Texteditoren geöffnet werden, bewährt hat sich hier Notepad++ (kostenlos). Grundlegend lässt sich sagen: Alle die Informationen, die in Klartext konvertiert werden können (ausgenommen Skripts), sind in Konfigurationsdateien definiert.


    Die Dateiendung (vgl. Dateiformate) von Konfigurationsdateien variiert, die "klassischen" Endungen sind cfg, sco, sli, bus und ovh.

    2. Schlüsselwörter

    Ähnlich wie bei Programmiersprachen gibt es in Konfigurationsdateien Schlüsselwörter, die je nach Dateityp verschieden sind. Pro Datei können (gemäß erwartetem Format) beliebig viele verschiedene Schlüsselwörter auftreten. Nahezu alle Schlüsselwörter stehen in eckigen Klammern (Ausnahmen z.B. in der Hofdatei). Alles, was außerhalb von Schlüsselwörtern bzw. Blöcken, die zu Schlüsselwörtern gehören, steht, wird von OMSI ignoriert (vgl. Auskommentieren).


    OMSI erkennt Schlüsselwörter case-sensitive, das bedeutet, dass auch Groß- und Kleinschreibung der Schlüsselwörter exakt passen muss!


    Als allgemeine Konvention hat sich etabliert, vor und nach Schlüsselwörtern immer mindestens eine Zeile freizulassen, um deutlich zu machen, welche Blöcke zusammengehören:

    Code
    ...
    [SchlüsselwortEins]
    [SchlüsselwortZwei]
    ...


    Folgende Typen von Schlüsselwörtern gibt es:

    2.1. Alleinstehend

    Sie treten alleine für sich auf und benötigen keine weiteren Angaben.

    Code: Beispiel
    Ein alleinstehendes Schlüsselwort:
    [nocollision]
    Ein anderes alleinstehendes Schlüsselwort:
    [onlyeditor]

    2.2. Feste Anzahl an Parametern

    Schlüsselwörter, die zusätzliche Angaben brauchen, zum Beispiel Dateinamen, Werte, etc. Solche Parameter können Zeichen, Zeichenketten und/oder Gleitkommazahlen (mit Dezimalpunkt!) sein. Die Anzahl ist dabei pro Schlüsselwort immer fest. Strenggenommen sind alleinstehende Schlüsselwörter ein Spezialfall dieser Art (0 Parameter).

    2.3. Variable Anzahl an Parametern

    Bei bestimmten Schlüsselwörtern ist die Länge des Blocks dynamisch. In diesem Fall bestimmt der erste Parameter des Schlüsselworts die Anzahl der folgenden Einträge.

    Code: Beispiel
    Ein Schlüsselwort, dem 3 Parameter folgen:
    [stringvarnamelist]
    3
    script\IBIS_stringvarlist.txt
    script\Rollband_stringvarlist.txt
    script\cockpit_stringvarlist.txt
    In seltenen Fällen kann es auch nötig sein, dem Schlüsselwort gar keine Parameter zu übergeben:
    [global_strings]
    0

    2.4. Expliziter END-Befehl

    Bei Schlüsselwörtern, die längeren Text beinhalten (z.B. Beschreibungen für den Spieler), ist die zuvor genannte Methode wenig sinnvoll. Hier wird das Ende eines Blocks mit einem expliziten [end] gekennzeichnet.

    3. Aufbau

    Es gilt immer: Das Schlüsselwort muss alleine in einer Zeile stehen. So darf vor und nach dem Schlüsselwort kein Leerzeichen oder andere Zeichen stehen. Wenn dies jedoch getan wurde, gilt der Befehl als auskommentiert und ist somit ohne Bedeutung (s. Auskommentieren). Kommentare können vor, zwischen oder nach den Schlüsselwörtern geschrieben werden.


    In diesem Beispiel:

    - [Schlüsselwort]: 3 weitere Zeilen werden ausgelesen

    - [absheight]: 0 weitere Zeilen werden ausgelesen

    - [description]: bis zum Befehl [end]

    - [script]: eine weitere Zeile. Diese Zahl bestimmt dann, wie viele weitere Zahlen ausgelesen werden

    4. Verwendung von Konfigurationsdateien

    Konfigurationsdateien werden für folgendes benutzt:

    • AI-Listen
    • global.cfg-Dateien für Karten
    • Signalrouten
    • Timeline-Dateien für Karten
    • Geldkonfigurationen
    • Texturkonfigurationen
    • model-Dateien
    • Sitzplatzkonfigurationen
    • Pfadkonfigurationen
    • Wolkenkonfigurationen
    • envir.cfg
    • Optionen

    Diese Liste ist keinesfalls vollständig. Wie zuvor beschrieben, gelten in OMSI nahezu alle Daten, die weder Skripts (.osc), Modell-Dateien (.x, .o3d) noch Bild-/Sounddateien sind, als Konfigurationsdaten.

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